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Ursachen für den Befall durch Dschinn

Soll ich euch verkünden, auf wen die Satane herniederfahren? Sie fahren auf jeden gewohnheitsmäßigen Lügner und Sünder hernieder. [As-Schura 221-222]

Und für den, der sich vom Gedenken an den Allerbarmer abwendet, bestimmen Wir einen Satan, der sein Begleiter sein wird. Und wahrlich, sie (die Satane) wenden sie (die Ungläubigen) vom Weg ab, jedoch meinen sie, sie seien rechtgeleitet.
[Az-Zukhruf 36-37]

Gemeinhin schützt ein religiöses Leben mit fünfmaligem Gebet, Qur'anlesen und dem Befolgen essentieller Sunnah vor dem Befall von Dschinn. Aber in manchen Fällen genügt dies nicht, denn die Ursachen für den Befall von Dschinn sind sehr mannigfaltig:

  • Schwarze Magie
  • 'Ain, "böses Auge"
  • Sünden aller Art. Je schwerer die Sünde, desto mehr öffnet man die Türen, und desto mehr Dschinn können eintreten.
  • Vererbung: Ein Vorfahr hat einen Pakt mit Dschinn geschlossen und ihm und seinen Nachfahren erlaubt, den Körper der nachfolgenden Generationen zu besetzen.
  • Erlernen bestimmter Kampftechniken, die unverwundbar machen oder Gegner Schläge über Distanzen versetzen können, wie oft z.B. bei Pencak Silat und Kung-Fu.
  • Dschinn verlieben sich in einen Menschen oder missbrauchen ihn sexuell.
  • Man verletzt unbewusst einen Dschinn und dieser übt Rache, oder man hat z.B. unwissentlich den Baum gefällt, auf dem er wohnte.
  • Generell bietet ein Mensch einem Dschinn ein Zuhause, wo er Essen und Unterkunft hat, in der Regel besseres, als er es außerhalb findet.

Oft liegt auch kein erkennbarer Grund oder Anlass vor, aber generell braucht es einen Anlass und eine "Lücke", damit der Dschinn eintreten kann. Ist die Abwehr des Menschen nicht aktiv, was auf spiritueller Ebene Glaube, Gottgedenken und Befolgen der Sunnah des Propheten s.a.w. ist, und vor allem, wenn er emotional wird (sehr zornig, traurig oder ängstlich), ist er verwundbar.

Es verwundert nicht bei den heutigen Bedingungen, dass der Befall von Dschinn epidemische Maße angenommen hat. Je weiter der Befall vorangeschritten ist, desto schwieriger wird die Heilung; nicht, weil die Heilung an sich schwierig wäre, sondern weil der Betroffene so in den Fängen der Satane ist, dass er selber keine Heilung wünscht und eine starke Abneigung gegen den Heilungsprozess und eventuelle Heiler empfindet. So kann es z.B. sein, dass der Betroffene sich nicht überwinden kann, den Qur'an zu lesen oder einen Heiler aufzusuchen. Und man kann schlecht jemandem helfen, der sich nicht helfen lassen will.

Leider herrscht eine enorme Ignoranz zu dem Thema Ruqyah vor, sodass Symptome oft nicht erkannt werden, obwohl die Heilung in den meisten Fällen so einfach ist: Das bloße Lesen bestimmter Verse des Qur'an mit entsprechender Intention. Etwas, was jeder Muslim von Haus aus beherrschen sollte!

Symptome von Befall durch Dschinn oder Sihr

Hier seien ein paar mögliche Symptome aufgeführt, die einzeln oder im Verbund auftreten können. Hat man mehrere dieser Symptome oder ein signifikantes (wie z.B. selber Dschinn sehen zu können), sollte man es unverzüglich mit Selbstheilung versuchen, und wenn man nach genügender Anstrengung immer noch keine Linderung verspürt, einen Heiler aufsuchen.

  • Unkontrollierte Emotionen, vor allem Wut oder Trauer
  • Öfters Zweifel, Grübeln und Angst, ohne erkennbaren Grund
  • Schwierigkeiten, sich beim Gebet zu konzentrieren und oft die Anzahl der Rakaat vergessend
  • Atembeschwerden oder bleierne Müdigkeit, wenn man den Qur'an liest
  • Geistesabwesenheit, Leben in einer Fantasiewelt, sich gerne absondern
  • Labiler Gemütszustand und das Gefühl von seelischem Druck
  • Unerklärliche Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Schmerzen in der Brust, der Kehle, Magen etc., vor allem, wenn sie immer zu einer bestimmten Zeit auftreten, z.B. immer 9.00 Uhr Nachts oder immer vor dem Gebet
  • Depressionen
  • Herzstechen oder öfteres starkes Herzklopfen
  • Faul zum Gottesdienst, Missachtung der Sunnah, aber schnell zum Sündigen
  • Chronische Müdigkeit
  • Chronische Übelkeit oder / und chronisches Ekelgefühl
  • Epileptische Anfälle oder anderweitig das Bewusstsein verlieren
  • Das Hören von Stimmen
  • Hörprobleme (Tinnitus, plötzliche Schwerhörigkeit)
  • Paranoide Zustände und unerklärliche Ängste
  • Man riecht oft Weihrauch oder andere unerklärliche Düfte, auch den Gestank von Aas und Fäule
  • Oft Schwindel, oder man sieht Gegenstände sich bewegen
  • Merkwürdige Taten oder Bewegungen, die man sonst nicht tut, als ob man an einer Strippe hängt
  • Übernatürliche Fähigkeiten, wie Wahrsagen, das Lesen von anderer Leute Gedanken, oder oft Déjà-vu
  • Das Fühlen oder Wahrnehmen einer "Präsenz" oder eines Wesens. Etwa steht hinter einem, beobachtet einen, folgt einem oder berührt einen
  • Krankheiten, für die kein Doktor eine Erklärung findet
  • Schlechter Schlaf, öfteres Aufwachen
  • Schwierigkeiten aufzuwachen, vor allem zum Gebet
  • Etwas hält einen fest im Schlaf oder drückt auf einen, und es braucht große Anstrengung, sich davon zu befreien und aufzuwachen
  • Träume in denen man sehr bedrängt wird und zwar um Hilfe rufen möchte, es jedoch nicht schafft
  • Man sieht merkwürdige Sachen im Traum, die einem Angst machen
  • Man träumt wiederholt von bestimmten Tierarten wie Katzen, Hunde, Kamele, Schlangen, Füchsen, Mäusen etc.
  • Öfters Weinen, Lachen, Schreien, Zähneknirschen etc. im Schlaf
  • Man träumt, von großen Höhen zu fallen
  • Man träumt oft von Tod oder Gräbern
  • Man trifft immer wieder denselben Menschen im Traum
  • Man sieht im Traum undeutlich zu erkennende Wesen
  • Traum, der am nächsten Tag wahr wird
  • Schlafwandeln
  • Impotenz
  • Unfruchtbarkeit
  • Starke Schmerzen bei Periode, Gebärmutter-probleme
  • Hohe Cholesterin- oder Zuckerwerte
  • Krämpfe, vor allem nachts
  • "Dreckige Gedanken"
  • Unkontrollierter Geschlechtstrieb, Onanie / Masturbation
  • Man hat oft Sex im Traum oder wird gar vergewaltigt
  • Homosexualität
  • Bipolar
  • Schwierigkeiten, einen Ehepartner zu finden, oder man findet einen, aber immer kommt etwas zwischen die geplante Heirat
  • Oft Streit mit dem Ehepartner, Scheidung
  • Ständige Streitereien auch mit anderen Leuten
  • Sich im Leben im Kreise drehen, nichts gelingt
  • Man sieht Kreuze während des Gebets, Zweifel an Allah und Vorherbestimmung etc.
  • Gehirnschlag
  • Bluthochdruck, Herzkrankheiten aller Art, Lungenerkrankungen
  • Man fühlt öfters Kribbeln an verschiedenen Körperteilen, vor allem an der Schulter
  • Ekzeme und vor allem Psoriasis
  • Sehr unartiges Kind, hyperaktiv, wird schnell wütend, will nicht lernen, beten etc.
  • Schnell erschöpft, schwierige Atmung, Brust-schmerzen
  • Das eigene Haus erscheint dunkel und furchteinflößend
  • Öfters Übelkeit
  • Öfteres Aufstoßen und Rülpsen
  • Ständiges Aufschieben wichtiger Dinge
  • Hass auf andere Menschen, eigene Familie, Freunde
  • Geschäftlicher Bankrott
  • Man verliert ständig sein Geld
  • Verlieren der Arbeit oder des Rangs
  • Man hat Angst, in den Spiegel zu schauen
  • Gesicht oft blass oder gelblich
  • Körper fühlt sich oft heiß an
  • Ständiges Gähnen
  • Appetitlosigkeit
  • Generelle Faulheit
  • Konzentrationslosigkeit
  • Scherzen und Lachen im Übermaß
  • Gefühl von Taubheit in verschiedenen Körperteilen
  • Kältegefühl in verschiedenen Körperteilen
  • Generell: Anomalitäten und Exzesse, für die es keine erkennbare Ursache gibt!

Wenn man sich Sorgen macht, dass man von etwas befallen ist, sollte man es vorsichtshalber sofort behandeln und nicht aus irgendeinem Grund verzögern. Ruqyah hat inshaAllah keinerlei negative Nebeneffekte, und es ist nicht ausschließlich für das Vertreiben von Dschinn gedacht, sondern auch eine alternative Heilmethode. Überliefert ist zum Beispiel, dass ein Gefährte des Propheten s.a.w. einen Skorpionstich mit Hilfe der Sure al-Fatihah heilte.

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weiter zu:

Schutzmaßnahmen
Die Maßnahmen zum Schutz vor Dschinn, Magie und 'Ain überschneiden sich mit denen, die man ergreifen sollte, wenn bereits ein Problem aufgetaucht ist und denen, die man als Muslim ohnehin tun sollte, wenn man seinen Glauben ernsthaft lebt.

Ruqyah - Islamischer Exorzismus

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