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Rubrik: Ruqyah
Autor: tauhid.net

Schutzmaßnahmen

Die Maßnahmen zum Schutz vor Dschinn, Magie und 'Ain überschneiden sich mit denen, die man ergreifen sollte, wenn bereits ein Problem aufgetaucht ist und denen, die man als Muslim ohnehin tun sollte, wenn man seinen Glauben ernsthaft lebt.

Tauhid. Es gibt keinen größeren Schutz vor den Prüfungen dieser Welt und der nächsten, als zu bestätigen, durch Wissen und Handeln, dass Allah allein in Seiner Herrschaft ist, in unserer Verehrung von Ihm und in Seinen vollkommenen Namen und Attributen.

Er ist der Herr von allem, sein Besitzer, Schöpfer und Versorger. Er ist derjenige, der Leben und Tod gibt. Er ist derjenige, der Nutzen und Schaden verursacht. Er ist der einzige, der in der Zeit einer Notsituation antworten kann. Er ist derjenige, der die Kontrolle über alles hat, und alles Gute ist in seiner Hand. Er ist derjenige, der alles tun kann und derjenige, der alles durch seinen Willen und sein Gebot geschehen macht. Er weiß alles und kann alles machen. Er ist Al-Qayyum (der Erhalter von allem), der nicht durch Schlummer überwältigt wird noch schläft. Er hat einen Willen, der immer ausgeführt wird, und Weisheit, die unendlich ist. Und er ist all-hörend, all-sehend, gütig und barmherzig. Und er ist al-Malik, al-Quddus, as-Salaam, al-Mu'min, al-Muhaymin, al-'Aziz, al-Jabbar, al-Mutakabbir - erhaben ist Allah über dem, was sie in Partnerschaft mit ihm assoziieren. Ihn allein beten wir an, mit reiner Hingabe; mit Liebe, Angst, Hoffnung, Vertrauen, Sehnsucht und Ehrfurcht. Nicht ein bisschen von dieser Hingabe soll für irgendjemand außer Ihm gemacht werden.

Wenn wir dies bestätigen und entsprechend handeln, sind wir durch das Versprechen von Allah s.w.t. geschützt, der sagte:

Die da glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeiten vermengen - sie sind es, die Sicherheit haben und die rechtgeleitet werden. [Al-Anam 82]

Der Prophet s.a.w. erklärte, dass die hier genannte Ungerechtigkeit ist, Allah s.w.t. etwas in der Anbetung und Verehrung beizugesellen. Der größte Schutz ist deswegen im Tauhid. Und wer Tauhid nicht hat, wird keinen Schutz finden sondern ist verloren:

Seid lauter gegen Allah, ohne dass ihr Ihm etwas zur Seite stellt. Und wer Allah etwas zur Seite stellt, ist (so), als fiele er vom Himmel und die Vögel erhaschten ihn oder der Wind verwehte ihn an einen fernen Ort. [Al-Hajj:31]

Sunnah. Das Streben, der Sunnah des Propheten s.a.w. zu folgen, ist ein weiterer Grund für Schutz, ohne die andere Formen des Schutzes keine Wirkung haben werden. Allah s.w.t. sagt:

So mögen sich die, die sich seinem (des Propheten) Gebot widersetzen, (davor) hüten, dass sie nicht Drangsal befalle oder eine schmerzliche Strafe treffe. [An-Nur 63]

Allah s.w.t. gibt also keinen Schutz demjenigen, der sich den Geboten des Propheten s.a.w. entgegenstellt sondern im Gegenteil, Er droht ihm Strafe an.

Wer sich aber mit dem Gesandten verfeindet, nachdem ihm der rechte Weg klar geworden ist, und einen anderen Weg befolgt als den der Gläubigen, den werden Wir verfolgen lassen, was er verfolgt, und werden ihn dann in der Hölle brennen lassen; und schlimm ist sein Ende. [An-Nisa 115]

Wichtige Sunnahs im Zusammenhang mit Dschinn sind z.B. nicht mit offenem Mund gähnen; nicht im Stehen und nicht mit der linken Hand essen oder trinken; lieber in Gemeinschaft reisen; vermeiden, zwischen dem Maghrib- und Isha'-Gebet draußen zu sein (vor allem wichtig für Kinder); Blick vor dem anderen Geschlecht senken; "schlechte Orte" meiden (also z.B. nicht länger auf dem Markt oder der Toilette verweilen als unbedingt nötig); die Etiketten des Schlafens beachten etc.

Das fünfmalige Pflichtgebet. Der Prophet s.a.w. sagte, der Unterschied zwischen einem Muslim und einem Nicht-Muslim sei das Gebet, und wer es absichtlich nicht macht, wäre ungläubig. Dann verdient er den Schutz von Allah in keiner Weise, und Allah s.w.t.hat ihm die Hölle versprochen (Al-Maun 4-5). Man sollte es so pünktlich wie möglich machen.

Taqwa. Im praktischen Sinne bedeutet Gottesfurcht, so viele gute Taten zu tun, wie man kann, mit der richtigen Absicht und in Übereinstimmung mit der Sunnah des Propheten s.a.w., und so viele Sünden wie möglich zu vermeiden. Taqwa zu haben ist der häufigste Rat im Qur'ân, und es besteht kein Zweifel daran, dass jede gute Tat, die man tut, eine Quelle des Schutzes ist, wohingegen jede Sünde die man tut, eine mögliche Ursache von Schaden ist:

Und als euch ein Unglück traf, nachdem ihr das Doppelte erlangtet, spracht ihr da etwa: "Woher (kommt) dies?" Sprich: "Es kommt von euch selber." Siehe, Allah hat Macht über alle Dinge. [Ali Imran 165]

Unheil ist auf dem Festland und auf dem Meer sichtbar geworden um dessentwillen, was die Hände der Menschen gewirkt haben, auf dass Er sie die (Früchte) so mancher ihrer Handlungen kosten lasse, damit sie sich besännen. [Ar-Rum 41]

Du'a und Dhikr. Man soll den Schutz bei Allah suchen durch Du'a (Bittgebet) und durch empfohlenes Dhikr (Gottgedenken). Dies muss man regelmäßig und gewohnheitsmäßig tun, und nicht nur einen Tag lang, und dann am nächsten wieder nicht. Es ist auch notwendig, dass das Herz zusammen mit der Zunge engagiert ist, man also die Bedeutung des Gebets versteht, und dass die Glieder in Übereinstimmung mit dem Du'a handeln, das gemacht wird. Dies ist die vollkommenste Form der Erinnerung an Allah.

Die beste Form der Erinnerung an Allah ist die Rezitation des Qur'ân, sie enthält Schutz vor jedem Bösen. Allah s.w.t. sagt:

Und wenn du den Qur'an verliest, legen Wir zwischen dir und jenen, die nicht an das Jenseits glauben, eine unsichtbare Scheidewand. [Al-Isra' 45]

Der Prophet s.a.w. sagte uns, dass Zauberer nicht in der Lage sind, gegen die Rezitation von Sure al-Baqarah zu handeln, und er sagte uns, dass die Rezitation der letzten beiden Verse von al-Baqarah nachts rezitiert einem Menschen genügen. Er erzählte uns auch von dem Effekt der letzten zwei Suren des Qur'an, al-Falaq und an-Nas sowie Sure al-Ikhlas. Alle diese Suren und die allgemeine Rezitation des Qur'ans sind ein Schutz.

Schutz des Hauses, als Mittel zum Schutz selbst. Das Haus sollte eine Festung sein, die die Satane abstößt. Ein Haus, das die Satane einlädt, ist eines, in dem die Menschen nicht geschützt sind. Da z.B. Engel kein Haus betreten, in dem es einen Hund oder ein Bild gibt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Haus stattdessen von Satanen betreten wird.

Das Haus - oder das Zimmer, wenn die Person nicht die Kontrolle über das ganze Haus hat - sollte von allem gereinigt werden, das die Satane anziehen könnte wie z.B. Bilder, Filme, Musik, Schmutz und Gestank inklusive Zigarettenqualm. Es sollte ein Ort des Gebets, ein Ort des Lernens des Islam und ein Ort des Gehorsams gegenüber Allah werden. Man sollte die Fenster und Türen zwischen Maghrib und Isha geschlossen halten, und auch so viel wie möglich während der Nacht. Man sollte Sure al-Baqarah lesen und die empfohlenen Adhkaar. Man sollte einmal im Monat das Haus von innen und außen mit einer normalen Sprühflasche Ruqyah-Wasser sprühen (siehe das Kapitel "Variante des Ruqyah-Bades und Reinigung des Hauses von Dschinn oder Magie")

Rezitation wichtiger Adhkaar. Die folgenden Verse und Dhikr-Formeln sind die wichtigsten, die man unbedingt beherrschen und regelmäßig praktizieren sollte. Man muss das Folgende lernen, und zwar mit arabischer Aussprache. Die korrekte Aussprache der untenstehenden Suren als Audio-Datei sollte leicht im Internet zu finden sein.

Bismillah - Im Namen Allahs

Soll man am besten vor jeder Tätigkeit sagen, aber immer, wenn man das Haus betritt und verlässt, vor dem Essen (da dann die Satane keine Unterkunft und kein Essen finden), vor dem Betreten der Toilette, vor dem Ausziehen der Kleider und vor dem Geschlechtsverkehr.

Al-Fatitah - Die Öffnende

Bismillah-hir-rahman nir rahiem (1). Al-hamdulillah-hir-rabbil a'lamien (2), ar-rahman nir-rahiem (3), maliki yaumid-dien (4). Iyyaka na' budu' wa iyyaka nasta'in (5). Ihdinas-sirathal mustaqiem (6), sirathal-lasina an amta alaihim, ghairil maghduubi alaihim wa lad-dhaallien.

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen (1). Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten (2), dem Allerbarmer, dem Barmherzigen (3), dem Herrscher am Tage des Gerichts (4). Dir (allein) dienen wir, und Dich (allein) bitten wir um Hilfe (5). Führe uns den geraden Weg (6), den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, nicht (den Weg) derer, die (Deinen) Zorn erregt haben, und nicht (den Weg) der Irregehenden (7).

Al-Fatihah bedeutet "Die Öffnende". Wenn immer man Qur'an liest, sollte man diese Sure als erstes lesen. Es ist gesagt, dass diese Sure den ganzen Qur'an enthält. Muss bei jedem Pflichtgebet (Shalat) rezitiert werden und ist Bestandteil jedes Ruqyah.

Al-Ikhlas - Die Aufrichtigkeit

Qul huwal-lahu ahad (1), allus-samad (2), lam yalid wa lamyuulad (3), wa lam yakul-lahu kufuu-wan ahad (4).

Sprich: "Er ist Allah, ein Einziger; Allah, der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles abhängt). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden, und Ihm ebenbürtig ist keiner."

Al-Falaq - Die Morgenröte

Qul ausu birabbil falaq (1), min scharri maa chalaq (2), wa min scharri ghaasiqin isa waqab (3), wa min scharrin-naffaasaati fil 'uqad (4).

Sprich: "Ich nehme meine Zuflucht beim Herrn des Frühlichts vor dem Übel dessen, was Er erschaffen hat, und vor dem Übel der Dunkelheit, wenn sie hereinbricht, und vor dem Übel der Knotenanbläserinnen und vor dem Übel eines (jeden) Neiders, wenn er neidet."

An-Naas - Die Menschen

Qul 'ausubirabbin-naas, malikin-naas, ilaahin-naas, min scharril waswaasil channaas, allasi yuwaswisu fie shuduurin-naas, minal jinnati wan-naas.

Sprich: "Ich nehme meine Zuflucht beim Herrn der Menschen, dem König der Menschen, dem Gott der Menschen vor dem Übel des Einflüsterers, der entweicht und wiederkehrt, der den Menschen in die Brust einflüstert, (sei dieser) von den Dschinn oder den Menschen."

Die obigen drei Suren (al-Ikhlas, al-Falaq und An-Naas) dreimal am Morgen (nach dem Fajr-Gebet) und dreimal am Nachmittag (nach dem 'Asr-Gebet) rezitieren. Sie werden gegen jede einzelne Sache genügen. Am besten auch bevor man aus dem Haus geht dreimal rezitieren, in die Hand blasen und den Körper einreiben (und denen der Kinder).

Al-Baqarah 255 - Der Thronvers

Allahu - la ilaaha illa huwal hayyul qayyuum, la ta'chusuhu sinatuw-wa la naum, lahu maa fis-samawaati wa maa fil ardh, man salasi yaschfa'u 'indahu illa bi isni, ya'lamu maa baina aidihim wa maa chalfahum, wa la yuhiethuuna bi schaim-min 'ilmihi illa bimaa schaa-a, wa si'a kursiyuhus-samawaati wal ardh, wa la ya uduhu hifsahuma, wa huwal 'aliyul 'athiem.

Allah - kein Gott ist da außer Ihm, dem Ewiglebenden, dem Einzigerhaltenden. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt; sie aber begreifen nichts von Seinem Wissen, es sei denn das, was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, sie (beide) zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene.

Ein überaus wichtiger Vers für Ruqyah und der mächtigste. Soll man unter anderem nach jedem obligatorischen Gebet sagen (Es gibt nichts zwischen dir und dem Paradies außer dem Tod) und bevor man schlafen geht. (Allah s.w.t. wird einen Beschützer schicken, um dich vor allem zu schützen, und der Satan wird sich einem nicht nähern.) Siebenmal nach jedem Pflichtgebet schützt inshaAllah gegen die meisten Attacken einschließlich Zauberei.

Das Du'a für das Betreten der Toilette:

Bismillaah, allaahumma inni a'uudhu bika minal-khubuthi wal-khabaa'ith.

O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor allem Bösen und jenen, die Böses tun. [Muslim 375]

Man wird vor den männlichen und weiblichen Satanen geschützt, die im Badezimmer sind.

Das Du'a für das Verlassen des Hauses:

Bismillaahi, tawakkaltu 'alal-laahi, wa laa haula wa laa quata illaa billaah.

Im Namen Allahs, ich vertraue auf Allah und es gibt keine Macht oder Kraft außer von Allah. [Abu Dawud 5095]

Die Engel sagen: "Du wirst verteidigt, geschützt und geführt werden", und man wird vor Satan geschützt sein (solange man keine Sünden begeht. Dann verlassen einen die Engel, und die Satane kommen.)

Das Du'a für das Betreten eines neuen Platzes, wie beim Aussteigen aus dem Wagen, beim Betreten eines Hauses, beim Setzen irgendwo draußen usw.:

A'udhu bi kalimaat-illaahit-taammaati min sharri maa khalaq.

Ich suche Zuflucht in Allahs perfekten Worten vor dem Übel, das Er geschaffen hat. [Muslim 2708; At-Tirmidhi 3437; Ibn Majah 3547]

Nichts wird einem schaden, bis man den Platz verlässt.

Das folgende Adhkaar,

das man dreimal am Morgen (nach Fajr) und dreimal am Nachmittag (nach 'Asr) sagen sollte:

Bismillaahil-ladhi laa yadurru ma'asmihi shay'un fil-ardi wa laa fis-samaa'i wa huwas-sami'-ul-'alim.

Im Namen Allahs, bei dessen Namen nichts Schaden zufügen kann, weder auf Erden noch im Himmel, und Er ist der Hörende, der Wissende. [Abu Dawud 5088; At-Tirmidhi 3388; Ibn Majah 3869]

Nichts wird dir für den Rest des Tages / der Nacht schaden.

Und dieses Adhkaar,

das man minimal zehnmal morgens (nach Fajr) und zehnmal am Abend (nach Maghrib) sagen sollte, am besten 100-mal am Tag:

Laa ilaaha ill-Allahu, wahdahu laa sharika lahu, lahul-mulku wa lahul-hamdu, yuhyi wa yumitu, wa huwa 'alaa kulli shay'in qadir.

Niemand hat das Recht angebetet zu werden außer Allah, Ihm ist niemand beigesellt, Ihm gehört alle Hoheitsgewalt und alles Lob. Er gibt das Leben und verursacht den Tod, und Er hat Macht über alle Dinge. [At-Tirmidhi 3534 und 3553]

Allah s.w.t. wird Schutzengel schicken, um einem vor dem Satan zu schützen, bis der Morgen / Abend kommt. Man bekommt außerdem zehn Belohnungen und zehn Verfehlungen werden einem vergeben. Und wenn man es 100-mal am Tag sagt, hat niemand bessere Taten vorzuweisen, außer dem, der es noch öfter sagt.

Weitere Schutzmaßnahmen:

•  Man sollte den Namen Allahs aussprechen wann immer man emotional wird (wütend, traurig, ängstlich). Wenn man wütend ist, soll man sich setzen, wenn man bereits sitzt, sich hinlegen.

•  Um dem bösen Auge vorzubeugen, soll man jedes Mal, wenn man etwas bewundert, den Namen Allahs aussprechen, wie z.B. "MashaAllah" ("Was Allah will"), "TabarakAllah" ("Allah ist gesegnet") etc. Man soll es auch für andere sagen, wenn sie es vergessen.

•  Man soll seinen Besitz und Fähigkeiten nicht zur Schau stellen, um Neid vorzubeugen, denn dieser kann 'Ain oder gar Behexung zur Folge haben.

•  Ibn `Abbas r.a. sagte: "Der Prophet s.a.w. suchte gewöhnlich Zuflucht für Hasan und Husayn, und würde sagen: ,Euer Vater (womit er den Propheten Ibrahim a.s. meinte) suchte Zuflucht bei Allah für Isma`il und Ishaq mit diesen Worten: A`udhu bi kalimat Allah al-tammah min kulli shaytanin wa hammah wa min kulli `aynin lammah (Ich suche Zuflucht in Allahs perfekten Worten vor jedem Satan und giftigem Reptil, und vor jedem bösen Auge)'"

•  Niemals verdächtigen Fremden irgendwelche persönlichen Gegenstände geben oder ihnen erlauben, Fotos zu machen. Sehr aufpassen mit sonderbar aufdringlich und individuell angebotenem Essen, oder wenn einem ungewöhnliche Geschenke gemacht werden.

•  Man sollte die Sure al-Baqarah wenigstens einmal im Monat in seinem Haus lesen.

•  Vor dem Verlassen des Hauses kann man auch einmal die letzten drei Suren des Qur'an in die Hände rezitieren und sich dann über den ganzen Körper streichen, auch über den Körper der Kinder.

•  Jedes Mal, wenn man fühlt, dass einen etwas angreift oder belästigt, sofort zusätzlichen Gottesdienst verrichten. Wenn man z.B. nachts schlechte Träume hat, am besten zum Tahajjud-Gebet aufstehen. Wenn Satan sieht, dass man immer derart reagiert, wird sein Enthusiasmus, einen zu nerven, gebremst inshaAllah.

•  Persönliche Hygiene ist sehr wichtig: Fingernägel wöchentlich schneiden, Achsel- und Schamhaare rasieren, oft die Zähne putzen (evtl. mit Miswak) etc.

•  Man sollte am besten immer im Zustand der rituellen Reinheit sein (Gebetswaschung).

•  Und das erste und letzte, und auch wenn wir es wiederholen: Man soll Allah s.w.t. fürchten (indem man seine Gebote und Verbote beachtet), seinen Schutz erflehen und niemals seine Hoffnung in Allah aufgeben, sondern sich in Geduld üben bei jeder Prüfung, die Allah einem auferlegt. InshaAllah wird es dann zum Besten für einen sein. Und natürlich so oft wie möglich an Allah s.w.t. denken, in Furcht und Dankbarkeit:

Wahrlich, diejenigen, die gottesfürchtig sind, wenn sie eine Heimsuchung durch Satan trifft, bedenken sie und gleich sehen sie (ihren klaren Weg) wieder. [Al-Araf 201]

Womit man sich nicht schützen darf

Man sollte nie die Hilfe von Zauberern, "Schamanen" oder Praktiken anderer Religionen anwenden, wie z.B. Nägel in die Ecke jedes Raumes setzen oder Chili-Pulver auf den Boden streuen. All dies ist verboten, und entfernt den Schutz von Allah, da man Allah entweder etwas beigesellt (Schirk begeht) oder nicht die Sunnah des Propheten s.a.w. befolgt.

Darüber, ob es erlaubt ist, ein Ta'wies zu benutzen, siehe den Artikel "Sind Ta'wies erlaubt?" im Anhang.

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weiter zu:

Die Eigenbehandlung
Gemeinhin können sich Dschinn hinter Unglauben und Sünden verstecken wie hinter einer Mauer. Viele Raqis lehnen es deswegen ab, Leute zu behandeln, die noch nicht Taubat (Buße) gemacht haben...

Ruqyah - Islamischer Exorzismus

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