English Site Kontakt Newsletter Über uns Startseite Impressum
Autor: tauhid.net

Dieser Artikel ist Teil der Serie Christentum aus der Sicht des Islam.

Woher kommt Weihnachten?

Christen glauben, sie feierten Weihnachten, weil in dieser Nacht das Christkind geboren wurde. Das aber Jesus in dieser Nacht geboren wurde, wird nirgendwo in der Bibel erwähnt, und schon gar nicht, dass man die Geburt Jesu feiern sollte. Tatsächlich behauptet die Bibel etwas anderes:

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. [Lukas 2: 8]

Zurzeit von Jesu Geburt waren laut Bibel Hirten mit ihren Herden auf den Feldern, etwas, was unmöglich im Winter hätte der Fall sein können. Es ist erwiesene historische Tatsache, dass Hirten ihre Herden nicht später als Ende Oktober nachts auf den Feldern hüteten.

Ein weiteres Indiz, dass Jesu Geburt im Herbst war, ist die Volkszählung von Kaiser Augustus, der Steuer eintreiben wollte. Es macht wesentlich mehr Sinn, Steuern direkt nach der Ernte einzutreiben, und das Volk zu ihren Geburtsorten zu schicken, wenn das Wetter dementsprechend ist, und nicht im Winter.

Die alten Römer hielten Feierlichkeiten zum Jahresende um Saturn, ihren Erntegott zu ehren, und Mithras, den Gott des Lichts. Verschiedene Völker in Nordeuropa feierten ähnliche Feste zur gleichen Zeit. Als Teil dieser Feste schmückten die Menschen ihre Häuser mit viel Grün, bereiteten spezielles Essen, feierten mit Gesang und beschenkten sich gegenseitig. Dieser Brauch wurde allmählich Teil der Weihnachtsfeier. Die Einhaltung des 25. Dezember als christliches Fest stammt erst aus dem vierten Jahrhundert aufgrund der Assimilation mit dem Mithras- Fest, an dem die Geburt der Sonne gefeiert wurde.

Die Tatsache, dass Weihnachten feiern in keiner Stelle der Bibel erwähnt oder von Gott befohlen wird, sollte eigentlich schon Grund genug sein für einen Christen, sich von diesen Feierlichkeiten zu distanzieren. Vor allem, wenn man weiß, dass die Heiden verschiedener Kulturkeise am 25. Dezember die (Wieder)-Geburt des Sonnengottes feierten, mit fast genau den gleichen Riten, wie man sie heutzutage bei Weihnachten findet.

In der Bibel lesen wir:

So spricht der HERR: Ihr sollt nicht nach der Heiden Weise lernen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten. Denn der Heiden Satzungen sind lauter Nichts. Sie hauen im Walde einen Baum, und der Werkmeister macht Götter mit dem Beil und schmückt sie mit Silber und Gold und heftet sie mit Nägeln und Hämmern, daß sie nicht umfallen. [Jeremiah 10: 2-5]

Hier befiehlt die Bibel, nicht den Brauch der Heiden zu übernehmen, und erwähnt dabei das Schmücken eines Baumes (allerdings bereits in Götzenform, doch erstaunlich ist die Ähnlichkeit doch). In der Tat hat der Weihnachtsbaum rein heidnische Ursprünge:

Die Tanne wurde von den Römern benutzt bei ihrem Fest Saturnalia. Bei den Ägyptern wurden Palmzweige benutzt, um Baal-Tamar zu ehren (Richter 20; 33). Das Schmücken eines immergrünen Baumes finden wir auch bei der Verehrung von Adonis. Kelten, Teutonen und Germanen benutzten Immergrün wie Misteln für ihre Riten und Feste zur Wintersonnenwende. Bekannt ist auch das Schmücken des Baumes beim Yule-Fest in Skandinavien.

Das gegenseitige Beschenken war bei den Römern als Strenae bekannt. Es wurde auch zu Saturnalia praktiziert, bei dem üppige Gerichte aufgetragen wurden. Kränze waren als Celastrales bekannt.

Überhaupt darf man sagen, dass der gesamte heidnische römische Glaube einfach mit dem (paulinischen) Christentum verschmolzen wurde, wobei man sich noch nicht einmal die Mühe machte, die Verpackung groß zu ändern. Es wurden einfach nur ein paar Namen ausgetauscht.

Der Weihnachtsmann allerdings kam erst später. Nikolaus und Santa Claus haben germanischen Ursprung. Wen stört es schon? Sicher nicht den Einzelhandel.

Wohl aber Gott:

Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, daß du hinkommst, ihr Land einzunehmen, und es eingenommen hast und darin wohnst, so hüte dich, daß du nicht in den Strick fallest ihnen nach, nachdem sie vertilgt sind vor dir, und nicht fragst nach ihren Göttern und sprichst: Wie diese Völker haben ihren Göttern gedient, also will ich auch tun. ... Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, daß ihr darnach tut. Ihr sollt nichts dazutun noch davontun. [Deut. 12: 29-32]

Wenn die Weihnachtsriten denen der Heiden entsprechen, und wir wissen, dass Jesus gar nicht am 25. Dezember geboren wurde, wessen Geburtstag wird dann am diesem Tag gefeiert?

____________________

weiter zu:

Die Söhne Gottes
Horus, Mithras, Dionysis, Jesus (im verfälschten Christentum) und viele andere teilen die gleichen Charakteristiken, wie z.B. Geburt zur Wintersonnenwende, zwölf Jünger, Kreuzigung und Wiederauferstehung. Die gemeinsame Wurzel dieser Kulte ist klar und offen ersichtlich, am Himmel...

Index der Artikelserie

VORBEMERKUNG

WAS SAGT DER KORAN ÜBER JESUS?

JESUS, GOTTES SOHN?

WAS WURDE AUS GOTTES GEBOTEN?

WOHER KOMMT WEIHNACHTEN?

DIE SÖHNE GOTTES

ERBSCHULD UND KREUZIGUNG

MENSCHENOPFER

ISAAK ODER ISMAEL?

BIBEL & KORAN - EINE OFFENBARUNG GOTTES?

GOETHE, DAS CHRISTENTUM UND ISLAM


Tauhid.net - (Kein Copyright !)
Islam in Deutschland - Islamische Themen und Artikel in deutscher und englischer Sprache