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Rubrik: Ruqyah
Autor: tauhid.net

Sucht nach Pornografie und „Ähnlichem“

Eine der häufigsten Fragen, die gefragt werden, bezieht sich auf die Überwindung der Sucht nach Pornografie und was man höflich als „verwandte Sucht" bezeichnen könnte. Erstaunlicherweise sind eine wachsende Zahl der Leute, die fragen, Frauen. Es ist ein heikles und kein sehr schönes Thema, und wenn es nicht auf dich zutrifft, dann preise Allah, dass Er dich nicht mit dem versucht hat, mit dem Er so viele seiner Diener geprüft hat.

Bete! Das folgende Du'a hat der Prophet s.a.w. für einen Jungen gemacht, der sich sehnte, Zina zu begehen. Es wurde nur die erste Person mit der dritten ausgetauscht:

Allaahum-magh-fir dhan-bi wa tah-hir qal-bi, wa hassin far-ji

O Allah, vergib mir meine Sünde, reinige mein Herz und schütze meine Keuschheit. [Ahmad 22211]

Oder das Folgende:

Allahumma in-ni a?udhu bi-ka min shar-ri sam?i, wa min shar-ri basa-ri, wa min shar-ri li-saani, wa min shar-ri qal-bi, wa min sharri mani-yi

O Allah, ich suche bei Dir Zuflucht davor, Böses zu hören, und davor, Böses zu sehen, und davor, Böses zu reden, vor dem Bösen meines Herzens und dem Bösen meiner fleischlichen Lüste. [Abu Dawud 1551 At-Tirmidhi 3492 An-Nasa'i 5444, 5455]

Man sollte die Schwere von Sünde im Allgemeinen und die Schwere dieser besonderen Sünde erkennen und einen Hass dafür im Herzen entwickeln. Allah hat uns gesagt, dass die rechtgeleiteten Menschen Trotz und Ungehorsam gegenüber Allah s.w.t. hassen:

… und Er hat euch Unglauben, Widersetzlichkeit und Ungehorsam verabscheuenswert gemacht. - Das sind jene, die der rechten Bahn folgen. [Hujurat 7]

Man sollte wirklich einen Abscheu entwickeln vor diese Art Ungehorsam, was auch immer für eine vorübergehende Freude es geben mag. Dies ist an sich bereits ein Kampf, also soll man nicht erwarten, dass es einfach ist.

Man sollte sein Gebet überprüfen. Wann immer man in Sünden fällt, die weitgehend als „ fa?shaa “ bezeichnet werden können - Unmoral - dann muss man sich fragen, ob am Gebet etwas fehlt: verpasste Gebete, verspätete Gebete, nicht auf den Gebetsruf antworten, und auch Gebete ohne Konzentration sind alles ein Problem. Das Gebet sollte Unmoral und Unrecht verhindern, und wenn es diese Aufgabe nicht erfüllt, dann wird es höchstwahrscheinlich nicht in der richtigen Weise getan:

Wahrlich, das Gebet hält von schändlichen und abscheulichen Dingen ab; und Allahs zu gedenken, ist gewiss das Höchste. Und Allah weiß, was ihr begeht. [Al-Ankabut 45]

Man sollte sofort bereuen und Buße machen, und diese Buße sollte aufrichtig sein: Man tut es nie wieder, und man fleht Allah an, einem dabei zu helfen. Ja, es ist möglich, dass man wieder ausrutscht und fällt, aber je stärker die Entschlossenheit ist, es jedes Mal sein zu lassen, desto besser wird es sein..

Man sollte sich von den Sachen trennen, die einen dazu bringen, diese Sünde zu begehen, auch wenn das bedeutet, dass man das Smartphone gegen ein einfaches Handy austauscht, sich von dem Breitband trennt, den Computer in das Wohnzimmer verlegt oder irgendetwas anderes tut. Wenn man es ernst meint, Buße zu tun, heißt das, man ist bereit, ernsthafte Schritte zu unternehmen. Man sollte auch überlegen, ob man „adult-content“ durch Einstellungen auf dem Computer blockieren kann, z.B. mit einem zufälligen, langen Passwort, das man sich nicht merken kann und nicht notiert. Sicherlich sind das alles nur kleine Maßnahmen, und eine entschlossene Person kann daran vorbeikommen, aber je mehr man tut, desto schwieriger wird es sein, und desto willensstärker wird man selber.

Man sollte sich mit guten Leuten umgeben. Diese Sünden sind Sünden, die fast ausschließlich alleine begangen werden. Je weniger man allein ist, desto besser ist die Chance, die Gewohnheit zu brechen. Man sollte erwägen, das Zimmer mit anderen zu teilen, wenn das eine Option ist; oder das Telefon oder den Computer, so dass es weniger Privatsphäre gibt.

Wenn man aber trotzdem alleine ist, und hat Angst, wieder in Sünde zu fallen, sollte man nicht diesen Gedanken ihren Lauf lassen, sondern sofort aufstehen und den privaten Ort verlassen, um die Gewohnheit zu brechen. Es ist kein Ersatz für die Angst vor Allah, aber es ist eine vorübergehende Maßnahme, die dich von der Sünde abbringen kann, die du beabsichtigst hattest.

Man sollte regelmäßig fasten - mindestens zweimal pro Woche, und wenn man kann und wenn nötig, sogar jeden zweiten Tag. Der Prophet s.a.w. erläuterte, dass dies die Begierden zügelt, also lohnt es sich, das Fasten in die Gesamtlösung zu integrieren.

Wenn man das Gefühl hat, dass dieses Problem mit Dschinn verbunden ist, sollte man mit der Durchführung des 7-Tage-Programms beginnen und dann auf das volle Ruqyah-Programm gehen. Es ist selten, dass diese Probleme ausschließlich durch Dschinn verursacht werden, außer in den extremen Fällen. Bei den meisten Menschen nutzen die Dschinn einfach die bereits vorhandenen Begierden, weswegen man in erster Linie eben diese Begierden beherrschen sollte.

Natürlich schützt auch die Ehe vor solchen Begierden, allerdings ist sie für die meisten Leute zur Zeit ihrer Probleme keine Option, oder sie sind bereits verheiratet, und haben trotzdem mit diesen Problemen zu tun.

Dschinn-Attacken in der Nacht

Nachtangriffe und sexuelle Angriffe durch Dschinn werden von einer Anzahl von Patienten berichtet, und ohne Zweifel ist dies eines der am meisten bedrängenden Dinge, die ein Patient erleiden kann. Die meisten Patienten, die es melden, sind Frauen.

Diese Angriffe finden fast immer in der Nacht statt, während man im Bett liegt, und am häufigsten, wenn niemand sonst im Zimmer ist. Diese Angriffe unterscheiden sich von Träumen in dem Sinne, dass das Opfer oft wach ist, sowie die Tatsache, dass Schmerzen und körperliche Effekte wie bei einer Vergewaltigung oft am nächsten Morgen vorhanden sind; allerdings erleben einige Leute die gleichen Gefühle und Bilder als Teil eines Traums, entweder mit oder ohne das physische Trauma, und der folgende Rat ist für beide Fälle zutreffend.

In Bezug auf den islamischen Glauben und das, was die Gelehrten über Dschinn gesagt haben, gibt es keinen Grund zu leugnen, dass diese Angriffe stattfinden können, sowohl durch das Medium der Träume als auch während des Wachens. Das steht im Einklang mit dem, was wir über die Dschinn wissen, und die Berichte sind zahlreich und von Natur aus vertrauenswürdig.

In Bezug auf vorbeugende Maßnahmen gibt es eine Reihe von Dingen, die getan werden können, sowohl allgemeine als auch spezifische. Die allgemeinen Maßnahmen wurden bereits in den vorhergehenden Kapiteln behandelt, nämlich die allgemeinen Schutzmaßnahmen und das 7-Tage Ruqyah Programm. Als spezifische Maßnahmen empfiehlt sich das Folgende:

Wenn man sich bereits streng an die Schutzmaßnahmen hält, wie alles aus dem Haus entfernen, was Satane anzieht, und die empfohlenen Adhkaar rezitiert, vor allem diejenigen, die am Morgen und am Abend gesagt werden, und diejenigen, die gesagt werden, bevor man schlafen geht, kann man auch noch das Folgende tun:

  • Das Flehen, das sich auf die Überwindung eines Feindes bezieht, und das man sagt, wenn man Angst vor einem Angriff hat (wie vor dem Schlafen oder beim Aufwachen plötzlich nachts oder bei einem Angriff selbst):

Allaahumma innaa naj?aluka fie nuhurihim, wa na?udhu bika min shururihim

O Allah, wir stellen Dich vor sie und wir suchen Zuflucht bei Dir vor ihrem Übel. [Abu Dawud 1537; Al-Hakim 2629]

  • Sich vor dem Schlafengehen mit Ruqyah-Öl einreiben. Die Herstellung des Ruqyah-Öls wird auf Seite 63 beschrieben.
  • Aufwachen für das Nachtgebet (Tahajjud), denn wenn Satan weiß, dass man auf Nachtangriffe reagiert, indem man eine der besten freiwilligen Arten der Anbetung macht, dann wird der Anreiz, einen anzugreifen, beträchtlich weniger, ganz zu schweigen von der allgemeinen Tugend und Nutzens des Nachtgebets.
  • Die Etiketten der schlechten Träume und Albträume beachten, für diejenigen, die Angriffe als Teil eines Traums erleben. Siehe dazu die Etiketten des Schlafens. Man versuche, vor dem Einschlafen zusätzlich zu den genannten Maßnahmen auch 11-mal den Thronvers zu rezitieren.
  • Es ist möglich, dass jemand anderes im Zimmer in der Nacht helfen kann. Es gibt keine bestätigten Beweise dafür, und es scheint keine Auswirkungen auf die Träume an sich zu haben, aber es erscheint, dass Leute, die physische Angriffe erleiden während sie wach sind, meistens Menschen sind, die alleine schlafen, also ist es erwähnenswert, ohne dem zu viel Bedeutung zumessen zu wollen.

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Ruqyah - Islamischer Exorzismus

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