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Autor: Abu Bakr

Das Tor zur Glückseligkeit

Die Schahada (das Islamische Glaubensbekenntnis) ist das Tor zur Glückseligkeit und ewiger Freude oder (falls nicht bezeugt) das Tor zur ewigen Verdammnis. Die Schahada auszusprechen und im Herzen anzunehmen öffnet das Tor zur Liebe und Barmherzigkeit Allahs (s.w.t.); sie (die Schahada) abzulehnen schließt das Tor und verhindert die Freigebigkeit eures Herrn (Rabb) und verdammt einen zu einer Ewigkeit im Höllenfeuer.

"Ja, diejenigen, die den Glauben verweigert haben von den Leuten der Schrift und den Mitgöttergebenden, sind im Feuer der Hölle, ewig sind sie dort; diese, sie sind die schlechtesten Kreaturen. Ja, diejenigen, die geglaubt und rechtschaffen gehandelt habe; diese, sie sind die besten Kreaturen, Ihr vergelten bei ihrem Herrn sind die Gärten Edens, unter denen Gewässer fließen, ewig sind sie dort, für immer, Allah hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm,- dies für den, der Seinen Herrn fürchtet." (Qur'an 98:6-8).

Die Schahada

Wenn dieses Glaubensbekenntnis nur eine (mündliche) Äußerung wäre, für die man automatisch von Allah (s.w.t.) belohnt würde, wer würde sich dann auf dieser Erde noch sträuben, dieses zu bekennen? Aber nein, genauso wie bei anderen Bereichen des Islam, muss das Glaubensbekenntnis mit dem Handeln einhergehen und deshalb haben viele der vergangenen Generationen die Botschaft der Propheten zurückgewiesen. So wie die Menschen (zur Zeit) Ibrahims (a.s.); sie haben erkannt wie dumm es war Steine (Götzen) anzubeten, die weder hören noch sehen konnten, aber zum Handeln überzugehen und sie (die Götzen) zu zerstören und sie nicht mehr anzubeten war mehr als sie ertragen konnten.

Wenn jemand die Schahada ausspricht, dann trifft er in der Tat einen Bund und eine Vereinbarung mit Allah (s.w.t.). So wie es bei allen Vereinbarungen ist, gibt es Bedingungen. Der Gäubige sollte mit Überzeugung daran glauben und verstehen, dass Allah (s.w.t.) der Schöpfer und Herr (Rabb) von allem ist, was existiert, dem Guten und dem Bösen.

"Und Allah hat für euch aus dem, was Er geschaffen hat, Schatten gemacht, und Er hat für euch aus den Felsenburgen Zufluchtsorte gemacht, und Er hat für euch Bekleidungen gemacht, die euch vor Hitze schützen und Bekleidungen, die euch vor Unglück schützen, derart hat Er seine Gnade an euch erfüllt, damit ihr euch vielleicht friedenmachend ergebt (Muslime werdet)." (Qur'an 16:81).

"Er ist es, der für euch geschaffen hat, was auf der Erde ist..." (Qur'an 2:29).

"Und das Vieh, Er hat es geschaffen..." (Qur'an 16:5).

An diese Verse zu glauben heisst, an die Einheit der Gottesschaft Allahs (s.w.t.) zu glauben.

Die Bedeutung der Schahada lautet: (Ich bezeuge) niemand hat das Recht, angebetet zu werden ausser Allah (s. 1) und ich bezeuge, dass Muhammad sein Gesandter ist. Daher ist eine weitere wichtige Bedingung nicht nur, dass man Allah als den Schöpfer des Himmels und der Erde anerkennt, sondern, dass Er auch der Einzige ist für den man ibadah (s. 2) macht. Wir dürfen nicht so werden wie die Heiden, die zwar Allah als Schöpfer anerkannten, aber es ablehnten Ihn anzubeten:

"Sag: Wer versorgt euch von den Himmeln und der Erde, oder wer hat Gewalt über das Hören und die Blicke, und wer bringt das Lebendige aus dem Gestorbenen hervor und bringt das Gestorbene aus dem Lebendigen hervor, und wer lenkt die Angelegenheit? Und sie (die Heiden) werden sagen: 'Allah'" (Qur'an 10:31).

Allah zu dienen bedeutet nicht nur sich fünfmal am Tag (im Gebet) vor Ihm niederzuwerfen, sondern auch Seine Hilfe und nur Seine Hilfe zu suchen; Ihm zu gehorchen, Ihn über alles zu lieben und Gutes von Ihm zu erwarten.

"Und wenn Allah dich mit Schaden anrührt, so gibt es keinen der ihn wegnimmt außer Ihm..." (Qur'an 16:17).

"Und es gibt unter den Menschen einige, die sich außer Allah Seinesgleichen (zum Anbeten) nehmen und lieben, wie man (nur) Allah lieben soll. Die aber, die glauben, lieben Allah noch mehr." (Qur'an 2:165).

Nur Allah zu dienen nennt man die Einheit in gottesdienstlichen Handlungen (d.h. sein ibadah nur für Allah zu machen).

Sobald wir uns dazu bekannt haben an Allah zu glauben dann müssen wir Ihn als Schöpfer anerkennen und nur für Ihn ibadah machen. Aber wer ist Allah? Was sind Seine Eigenschaften und müssen wir auch an diese glauben?

"Sag: Er ist Allah, einzig. Allah, der immer da ist. Nie zeugte Er und nie ist er gezeugt. Und nie gibt es Ihm Gleiches." (Qur'an 112:1-4).

"Allah, kein Gott außer Ihm, der Lebendige, der Beständige, es ergreift Ihn nicht Schlummer und nicht Schlaf, Sein ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es, der Fürsprache einlegt, bei Ihm ohne Seine Erlaubnis?..." (Qur'an 2:255).

Der erste Teil der Schahada hat mit Allah (s.w.t.) zu tun, der zweite Teil (betont), dass Muhammad (s.a.w.) Sein Knecht und Gesandter ist. Wenn man an Allah glaubt, dann muss man auch an die Prophetenschaft Muhammads (s.a.w.) glauben. Wenn man Allah (s.w.t.) liebt, dann muss man auch Muhammad (s.a.w.) lieben und ihm (seiner Sunnah) folgen.

"Sag (oh Muhammad): Wenn ihr Allah liebt so folgt mir..." (Qur'an 3:31)

"Und Muhammad ist nicht Vater eines einzigen von euren Männern, sondern der Gesandte Allahs und das Siegel der Propheten, und Allah weiß von allem." (Qur'an 33.40).

"...und was der Gesandte euch gibt, so nehmt es, und was er euch untersagt, so enthaltet euch.." (Qur'an 59:7)

Dies sind nur einige wenige Aspekte der Schahada, die wir verstehen und an die wir glauben müssen, wenn wir wahrlich das Wohlgefallen Allahs (s.w.t.) erhalten möchten.

(Aus dem Englischen übersetzt; leider ist kein Autor genannt)


Anmerkungen des Übersetzers (Abu Bakr Stark)

1) Die Schahada wird vor Zeugen zweimal ausgesprochen: Aschadu an la ilaha ill Allah wa aschadu anna Muhammadan Rasul Allah. (Ich bezeuge es gibt keinen Gott außer Gott(Allah) und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist). Danach reinigt der neue Muslim seinen Körper (ghusl) und ist fortan Teil der islamischen Gemeinschaft.

2) Ibadah: Darunter versteht man Handlungen, die von Gott vorgeschrieben wurden, um Ihm zu dienen, z.B. das Pflichtgebet, die Pilgerfahrt nach Mekka usw.

 


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